19.04.2026 Munich Urban Trail Marathon
Autor: Andreas Greppmeir  
 
 
 

Endlich ist es wieder so weit. Die wohl schönste Laufveranstaltung Münchens geht in die fünfte Runde. Es ist Zeit für den Munich Urban Trail Marathon (kurz: MUCUT) und ich kann endlich wieder dabei sein. Lediglich bei der Premiere konnte ich bisher an den Start gehen und ich hatte eine mehr als positive Erinnerung an den von Andreas und Judith organisierten Marathon. Bernie zeigt sich mal wieder für die Medaillenproduktion verantwortlich und ich habe somit einen weiteren Grund mit dabei zu sein. Das Design hat sich nicht geändert, worüber ich froh bin, denn das Ding ist farbenfroh und schön.

Für Bernie und mich ist es tatsächlich die erste gemeinsame Teilnahme beim MUCUT. Bei der Erstausgabe fehlte Bernie krankheitsbedingt, die kommenden Läufe war ich ausgeknockt. Auch heute ist sich Bernie nicht sicher, ob er durchlaufen kann, da er eine Grippe hinter sich hat. Schonmal vorab, es hat geklappt. Bernie kam ohne Probleme durch und fühlte sich richtig fit, wie er mir hinterher verriet.

Ich habe mich für heute mit Jürgen verabredet. Wir werden, wie schon so oft, den MUCUT Seite an Seite laufen. Das verspricht für heute zwar keine Topzeiten, dafür aber jede Menge Spaß. Jürgen kann nach seiner OP noch nicht sein altes Tempo laufen. Es ist richtig langsam, wie er selbst betont. Ich bin seit meiner Erkrankung zwar nicht wesentlich langsamer geworden, aber mit der Ausdauer hapert es noch ordentlich. Zudem wird München aufgrund seiner langen Brautradition nicht umsonst die „Stadt des Bieres“ genannt. Sechs große Brauereien gibt es noch und deren Produkten wollen wir uns – wenigstens teilweise – ebenso widmen, wie den vielen Sehenswürdigkeiten, an denen wir heute vorbeilaufen dürfen.  

Es klingt also alles nach einem richtig schönen Lauf und die Vorfreude ist groß. Ein paar Tage vorher informiere ich mich mit der Wetter-App meines Vertrauens schon mal über das Wetter in München und bekomme einen leichten Dämpfer. Regen, Regen und nochmal Regen. Die einzige Abwechslung soll ein Gewitter zur Mittagszeit sein. Ich kann und will es nicht glauben. So prüfe ich das Laufwetter nicht nur täglich, sondern auch auf anderen Apps, immer in der Hoffnung irgendwo eine bessere Hervorsage zu finden. Nichts, nada, absolute Fehlanzeige. So packe ich am Vorabend etwas missgelaunt meinen Laufrucksack. Eine Regenjacke lege ich mir zum Anziehen bereit, eine zweite wandert in den Rucksack. Es hilft ja nix. Ich hole mir noch ein paar Stunden Schlaf und bekomme die ersten Regentropfen, die vor meinem Schlafzimmerfenster fallen schon gar nicht mehr mit.

Als ich in der Früh wieder aufstehe, gilt meine erste Aufmerksamkeit jedoch nicht dem Wetter, sondern meiner Kaffeemaschine. Nach einem kurzen Aufenthalt im Bad riskiere ich einen ersten Blick auf die Terrasse. Dort haben sich zwar über Nacht ein paar Pfützen gebildet, aber es regnet nicht mehr. Der Himmel ist jedoch bedeckt. Also mache ich mich auf den Weg in unsere Landeshauptstadt und bin selig, als ich auf der A8 in Richtung München sogar ein paar Sonnenstrahlen wegblinzeln muss. Wetter-Apps, so ein Quatsch. Da ist selbst die Wettervorhersage am Ende der Tagesschau noch zuverlässiger. Ich bin früh dran, denn ich will mir am Müllerschen Volksbad einen der wenigen Parkplätze ergattern. Nicht weil diese am Sonntag kostenfrei sind. Nein, weil ich dann direkt an Start und Ziel parke und somit im Auto noch ein wenig ruhen kann. Kaum stehe ich fünf Minuten kommt auch schon Bernie und kurz darauf öffnet sich der Kofferraum des Autos gegenüber und aus selbigem kriecht Jürgen. Er hat einen neuen Wagen, den ich noch nicht kenne.

Wir tauschen uns noch etwas aus, bis Judith und Andreas zu uns stoßen. Mit Roland kommt noch einer der üblichen Verdächtigen ums Eck. Ein paar sind schon unterwegs erklärt Andreas. Zu acht schlendern wir in Richtung Lukaskirche auf der gegenüberliegenden Isarseite. Dort wird in Kürze der Start erfolgen. Auf dem Hinweg beginnt es zu nieseln. Oje. Ich verwünsche erneut alle Wetter-Apps dieser Welt. Müssen die denn immer recht haben. Früher als alles noch besser war, da war Petrus für das Wetter verantwortlich und der hatte das wesentlich besser im Griff als dieses neumodische Zeugs. Gegenüber der Lukaskirche ist ein Haus eingerüstet und wir verkriechen uns dort, voller Hoffnung, dass es besser wird. Aus den Regentropfen wird wieder Nieselregen und schließlich hört es ganz auf. Das war bestimmt Petrus, der hat nämlich ein Herz für uns Marathonis. Es kann also losgehen.

Auf den ersten Metern werden die Laufuhren kontrolliert. Die Zeitnahme läuft. Bei einigen, wie auch bei mir, wird zusätzlich die Navigation gecheckt, andere haben die Komoot-App auf dem Handy. Jürgen sogar mit Sprachsteuerung. Es sollte also nichts schief gehen. Ein bisschen links, ein bisschen rechts und schon finden wir uns in Münchens Altstadt wieder. Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich schon hier war, aber ich mag es einfach. München ist und bleibt eine schöne Stadt. Schon zu Beginn fallen uns hier weitere Läufer auf, die uns kreuzen, entgegenkommen oder überholen.

Startnummern auf der Brust, Stadtplan in der Hand. Hier ist wohl ein Orientierungslauf im Gange. Faszinierend finde ich, dass auch Kinder und Jugendliche mitlaufen. Dass sie laufen können, überrascht mich natürlich nicht, aber sie können offensichtlich auch Ortspläne auf Papier lesen. Es gibt doch noch Hoffnung für unseren Nachwuchs.

Wir passieren das Alte und Neue Rathaus über den Marienplatz und biegen kurz darauf an der Frauenkirche nach rechts ab. Schon bald liegt rechts von uns die Bayerische Staatskanzlei am Hofgarten. Markus Söder und seine Staatsregierung gehen hier üblicherweise ihren Geschäften nach. Als ich noch in München meinen Dienst verrichtete befand sich die Staatskanzlei noch in der Prinzregentenstraße. Der Wachdienst hätte hier vermutlich, allein schon wegen der schönen Außenanlagen, mehr Spaß gemacht.

Noch grüner als der Hofgarten ist natürlich der Englische Garten, in dem wir uns kurz darauf wieder finden. Wie schon bei meiner ersten Teilnahme geht es rauf auf den Monopteros, wo am Abend vorher offensichtlich ordentlich abgefeiert wurde. Ordentlicher sieht es da schon am Chinesischen Turm aus. Die Biertische sind abgewischt und die Getränkeausgabe hat bereits geöffnet. Jürgen und ich schauen uns kurz an, schütteln den Kopf und sind uns einig. Es ist noch zu früh für ein Bier. Schade eigentlich.

Haspelmoor Marathon
Hahnenkammsee MA
Munich Urban Trail A
Munich Urban Trail B


   
 

Der Englische Garten begleitet uns noch eine ganze Zeit lang, bevor es durch den Stadtteil Georgenschwaige in Richtung Olympiapark geht. Zuvor dürfen wir jedoch noch durch den Luitpoldpark, der auch genügend Grünflache und ein paar angelegte Seen bietet. Der Olympiapark begrüßt uns schon bald mit dem ersten richtigen Anstieg. Belohnt wird man oben jedoch mit einer grandiosen Aussicht über München. Wir machen das ein oder andere gemeinsame Selfie und werden von einem Pärchen angesprochen, die sich an einer Mauer dehnen. Ihnen sind schon ein paar Läufer aufgefallen, die mit Laufrucksäcken unterwegs sind. Wir erklären kurz den Ablauf und grob die Strecke des MUCUT. Sie sind sehr interessiert, jedoch schweift das Gespräch relativ schnell in Richtung Künstliche Hüften ab. Jürgen gibt Empfehlungen über Behandlungsmethoden und fähige Ärzte bzw. Klinken, bevor wir uns wieder verabschieden. Es geht im Park rauf und runter und schließlich finden wir uns vor dem Olympiaturm neben dem Olympiasee ein. Frisch gezapftes Augustiner vom Fass erspäht unser geschultes Auge. An einem Kiosk gibt es auch Sitzgelegenheiten. Ich ordere zwei Halbe und zahle einen unverschämten Preis, was mir jedoch in diesem Moment egal ist. Wir lassen uns nieder.

Gerade wollen wir uns zur Rückgabe begeben, als der Rest unserer Truppe den See aus der anderen Richtung passiert. Jürgen ruft Bernie kurz zu und dieser macht einen Schwenker zu uns rüber. Vor dem Start befürchtete er noch, dass sein Lauf wohl hier vorzeitig enden könnte. Es freut mich jedoch zu hören, dass er wider Erwarten fit ist und nichts dagegenspricht, dass er den MUCUT auch beenden kann. Wir stellen fest, dass wir bereits den ganzen Weg durch das Olympiadorf, der heuer erstmals auf dem Programm steht, zurückliegen. Es wird also Zeit. Anfangs dachte ich mir noch, was denn am Olympiadorf so interessant sein soll. Graue Blöcke, wenig grün. Also ich weiß ja nicht. Wir werden jedoch vom Gegenteil überzeugt. Es gibt auch kleine, eigentlich auch wenig schöne Reihenhäuser, hinter denen sich die gigantischen Blöcke auftun. Diese Häuser wären in der Tat nicht beachtenswert, wären da nicht die Graffitis und liebevoll dekorierte Fenster. Es gibt überall etwas zu sehen. Ob König der Löwen, Led Zeppelin und der gute, alte Monaco Franze. Wir verlieren wieder viel Zeit. Wir wollen keine Gasse auslassen. Um sich zu orientieren sind die Gassen mit Buchstaben und Zahlen versehen. Unter den Buchstaben findet man die Teilnehmer der Olympischen Spiele 1972 mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben. Coole Idee.

Als wir weiter durch das Olympiadorf zurück zum Olympiapark joggen, mache ich mir Gedanken über die damaligen Attentate oder vielmehr über die Wohnungen, in denen diese passierten. Wissen die heutigen Bewohner, ob sie in einer Wohnung leben, in der Menschen getötet wurden? Das wäre schon makaber. Noch bevor ich mich mit meinen Gedanken an Jürgen wenden kann, bekomme ich auch schon die Antwort. Neben einem Eingang befindet sich eine Gedenktafel auf der die Namen aller Getöteten, sowohl auf Deutsch als auch auf Israelisch aufgelistet sind. Für ein paar Meter sind die Attentate natürlich bei Jürgen und mir ein Thema. Als wir im Olympiapark zurück sind, wenden wir uns wieder erfreulicheren Themen zu. Ich kann Jürgen tatsächlich auch mal was zeigen, das ihm noch unbekannt ist. Am Ufer des Olympiasees haben sich Stars – meist Musiker – in Betontafeln, die im Boden eingelassen sind, verewigt. Metallica und Depeche Mode sind meine Favoriten. Es gibt aber auch Aussetzer wie Helene Fischer oder Boris Becker. Während Jürgen eine Tafel nach der anderen abschreitet, suche ich nach Ozzy Osbourne, dessen Handabdrücke ich noch vor ein paar Jahren fotografiert habe. Doch sie sind wohl der Witterung zum Opfer gefallen und so ist nicht nur der wahrhaftige Ozzy Geschichte.

Jürgen und ich reißen uns vom See los und nehmen als nächstes den Olympiaberg unter die Füße. Schnaufend wie zwei alte Opis kommen wir oben an. Selfies, Aussicht genießen und es geht auf selbigem Weg wieder nach unten. Wir schlängeln uns noch etwas durch den Park und sind verwundert, wie lange man hier doch laufen kann. Aber dann haben wir ihn hinter uns und das nächste Highlight wird Schloss Nymphenburg im Münchner Westen sein. Bis dahin begnügen wir uns mit Wohnvierteln und können etwas in uns reinhorchen. Ich bin schon lange nicht mehr so weit an einem Stück gelaufen und merke, dass die Beine schwer werden. Mir graust nun etwas vor dem Nymphenburger Kanal. Der ist ja im Prinzip ganz schön, aber halt auch ellenlang und schnurgerade. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass er sich ziehen kann. Jürgen gibt sich als Motivator und hat auch Erfolg. Er fordert mich auf bis zum Schloss durchzulaufen. Dort gönnt er mir dann eine kleine Pause, während er sein Wasser auffüllt. Zusätzlich beginnen wir ein Spiel, das wir in abgewandelter Form schon einmal beim München Marathon gespielt haben. Damals bewerteten wir Halbmarathonläuferinnen anhand ihres Laufstils. Heute spielten wir etwas ähnliches, aber das tut jetzt eigentlich nichts zur Sache.

Am Nymphenburger Schloss angekommen, setze ich mich auf eine der Treppen am Rückgebäude und hoffe, dass Jürgen möglichst lange zum Flaschenauffüllen braucht. Viel zu schnell steht er wieder vor mir und wir traben wieder los. Den großflächigen Park lassen wir dabei größtenteils aus und rennen, wie Jürgen immer so schön sagt, gen Süden und verlassen den Nymphenburger Park schnell wieder. Nächstes Ziel und nächster Park ist der Hirschgarten. Hirschgarten klingt für mich so ähnlich wie Biergarten und in mir keimt Hoffnung auf. Jürgen hegt Zweifel, ist sich jedoch nicht ganz sicher. Am Ende sollte er recht haben. Der schmale Trail neben dem breiten Weg, der von Spaziergängern stark frequentiert ist, entschädigt zumindest halbwegs.

Danach laufen wir in Richtung Schwanthaler Höhe. Die Strecke ist wenig attraktiv, lädt eher nicht zum Verweilen ein und so kommen wir wenigstens gut voran. Kurz vor der Hackerbrücke überqueren wir kurz die Bahnstrecke und wir sehnen uns nach einer Verpflegungsstation. Jürgen erspäht einen Supermarkt, doch nachdem ich ihn auf das Klientel in dieser Ecke aufmerksam mache, verwirft auch er den Gedanken hier den Hopfenhaushalt zu regulieren. Über die Hackerbrücke traben wir nun in Richtung Theresienwiese. Die Blicke scannen die Gegend ohne Unterlass, doch nichts spricht uns an. An der Theresienhöhe angekommen werde ich auf ein Werbeplakat aufmerksam. Bei einer bekannten Fast-Food-Kette gibt es anlässlich des Frühlingsfestes auf der Wiesn ein Spezialangebot: Burger, Pommes und Hacker-Pschorr Wiesnbier. Oha! Ab geht`s in das Fast-Food-Restaurant. Es riecht einladend nach ranzigem Fett und abgestandener Luft. Egal. Jürgen ordert zwei Spezialangebote, jedoch ohne Burger und Pommes. Wir lassen die Bügel schnalzen und uns das kalte Bier schmecken. Es hat übrigens gepflegte 6,2 Prozent Alkohol.


   
   

Als wir weiterlaufen, sind wir uns einig: Wir haben leicht einen sitzen. Aber die Rückenschmerzen und die schweren Beine sind Geschichte. Wir eilen los, bevor die Wirkung nachlässt. Die Bavaria an der Theresienwiese begrüßt uns und zeigt nach oben, als möchte sie auf den einsetzenden Regen hinweisen. Als wir die Wiesn überqueren, regnet es ordentlich, im Hintergrund donnert es. Da wir warmgelaufen sind, scheniert uns das wenig. Besucher des Frühlingsfestes laufen teilweise schneller als wir und suchen eine Unterstellmöglichkeit. Kaum sind wir richtig nass, hört der Regen auch schon wieder auf. Petrus hat wohl ein Machtwort gesprochen.

Nun werden wir langsam aber sicher wieder in Richtung Isar laufen. Für meinen Kopf fühlt sich das gut an. An der Isar liegt schließlich auch das Ziel. Dass noch einige Kilometer vor uns liegen, ist dem Kopf in diesem Moment egal. An der Isar geht es weiter Richtung Süden. Jürgens Handy hat mittlerweile den Geist aufgegeben und Frau Komoot schweigt. Daher muss meine Uhr herhalten, doch das Display ist natürlich bedeutend kleiner und wir müssen öfters anhalten, um den rechten Weg zu suchen.

Den Wendepunkt dürfen wir halt nicht versäumen, aber gemeinsam sind wir stark und kommen auch dort gut an. Nach der Wende laufen wir endgültig in Richtung Ziel. Den Münchner Tierpark Hellabrunn lassen wir rechts liegen und danach kommen immer wieder kleine Unsicherheiten bei der Wegführung auf, aber im großen und ganzen passt alles. Irgendwo zwischen Hellabrunn und Giesing kommen wir an einem Kiosk vorbei. Ein kurzer Blick und ohne Absprache biegen wir nach rechts ab. Es gibt hier sogar den Luxus zwischen Augustiner und Tegernseer zu wählen. Wir nehmen das Tegernseer mit dem Hinweis, dass der Kioskbetreiber keine Ausschanklizenz besitzt und somit das Bier nicht öffnen darf. Er sieht wohl unsere Unsicherheit und fügt schmunzelnd hinzu, dass dort hinten auf dem Baumstumpf ein Öffner liegt. Muss wohl jemand vergessen haben.

Durch Grünwald, vorbei am gleichnamigen Stadion und über die Auer Dult ist das Ziel gefühlt in greifbarer Nähe. Immer wieder geht es nun rauf und runter und das auch ordentlich in die Beine. Den ersten Anstieg versäumen wir, laufen dafür einen anderen, so gleicht sich das wieder aus. Noch etwas im Zick-Zack und dann können wir es schon riechen: Das Müllersche Volksbad liegt vor uns. In der Sauna gibt es wohl gerade einen Aufguss. Wir haben es geschafft. Jürgen meint zwar noch, dass es heute wohl sein langsamster Marathon im Leben war, aber er sei dennoch zufrieden. Auch ich bin mir sicher, dass ich schon das ein oder andere Mal schneller war. Die Zufriedenheit wird sich später einstellen. Eine nette Dame stellt sich an der Isar gerne als Fotografin zur Verfügung und als wir ihr erklären, was wir heute geleistet haben, ernteten wir nicht nur von ihr ein anerkennendes Nicken.

Wir lassen uns noch ein paar Minuten in Jürgens Kofferraum nieder. Jürgen öffnet eine Kühltasche und zaubert noch für jeden eine Zielhalbe hervor. Wir lassen den Lauf Revue passieren. Ja, wir waren langsam. So langsam, dass es bald zu dämmern beginnt. Ja, die Form, die ist uns beiden aus bekannten Gründen abhandengekommen. Aber, und das ist das Wichtigste: Wir hatten jede Menge Spaß. Wir haben unterwegs freundliche Leute getroffen und wir haben wieder ein Ziel. Den München Marathon sind wir beide schon oft gelaufen und das auch zusammen. Unter sechs Stunden sind hier gefordert und da wollen wir wieder hin.

Mein Dank, und da spreche ich sicher auch für Jürgen, gilt Judith und Andreas, die wieder mal eine tolle Strecke ausbaldowert haben und den MUCUT organisiert haben. Aber auch an Bernie richte ich unseren gemeinsamen Dank, der mal wieder für die Medaille verantwortlich war. Tja, und dann wäre da noch Petrus. Dir auch ein großes Dankeschön. Früher war vielleicht alles besser, sogar die Zukunft. Aber ab und zu muss man der Zukunft einfach zeigen, dass man es noch draufhat. Da mache ich es doch einfach mal dem Alois Hingerl gleich „frohlocke“ und sende Dir ein freundliches „Hosianna“.

   
 
 
Bernie
Greppi
6:30:17
9:17:18
 
 
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